Metta (Pali mettā; Sanskrit maitrī ‚Freundschaft‘) ist einer der 40 vom historischen Buddha Gotama gelehrten Meditationsobjekte. Übersetzungen für metta sind: Freundlichkeit, aktives Interesse an Anderen, Liebe, Freundschaft, Symphatie . Im Theravada-Buddhismus zählt Metta zu den „Zehn Transzendenten Tugenden“ (pāramī) und den „Vier Unermesslichen“ (brahmavihāra). Metta wird häufig noch mit dem Terminus „liebende Güte“ oder „Allgüte“ übersetzt, da in den Augen mancher buddhistischer Autoren das Wort „Liebe“ zu stark mit Tendenzen des Habenwollens, also mit egoistischen Tendenzen behaftet ist.
Metta-Übungen kultivieren Freundlichkeit und Wohlwollen, die das Glück aller fühlenden Wesen zum Inhalt hat.
Die Praxis der Liebenden-Güte-Meditation kann direkt zum Erleben von Nibbana führen, wenn man allen Brahmaviharas folgt, nämlich liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut. Wenn die Liebende-Güte-Meditation als Teil der Brahmaviharas praktiziert wird, führt sie bis zur vierten Meditationsstufe. Den Sutten gemäß kann man auf dieser Stufe drei verschiedene Wege einschlagen. Der eine Weg führt direkt zu Nibbana.
Das „Metta-Sutta“ (pali mettā-sūtta; skt. maitrī-sutra) ist eine Lehrrede (sūtta) über Metta, die insbesondere im Theravada-Buddhismus sehr populär ist. Es wird nach Form und Intention ähnlich wie ein Gebet rezitiert. Ein bekanntes Zitat aus dem Metta-Sutta lautet:
„ Was es an Lebewesen hier auch gibt,
Die schwachen und die starken, restlos alle;
Mit langgestrecktem Wuchs und groß an Körper,
Die mittelgroß und klein, die zart sind oder grob.
Die sichtbar sind und auch die unsichtbaren,
Die ferne weilen und die nahe sind,
Entstandene und die zum Dasein drängen, -
Die Wesen alle: Glück erfüll' ihr Herz!“